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Pflegeroboter werden uns entmenschlichen

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Ich starte heute mit einer Erfolgsgeschichte im Umweltschutz. Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 so klein wie seit Anfang der 1990er-Jahre nicht mehr. Nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) lagen sowohl seine Ausdehnung als auch seine Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010. Damit war es das zweite Jahr in Folge, in dem das Ozonloch vergleichsweise klein blieb.

Die WMO führt die Erholung auf das Verbot schädlicher FCKW von 1987 zurück.

Ansonsten geht es heute um Trump, den Legionellen-Ausbruch in Linz und die CO₂-Speicherung

Trump gegen die Medien – jetzt entscheidet das Gericht

Der Streit zwischen Donald Trump und den US-Medien eskaliert. Der Präsident hat CNN, MS NOW und das Nachrichtenportal „Politico“ aus dem Weißen Haus verbannt. Journalisten der drei Medien verloren ihre Zugangskarten und dürfen nicht mehr von dort berichten. Trump wirft ihnen “Fake News” vor, konkrete Beispiele nannte er nicht.

Die betroffenen Medien wehren sich juristisch. Sie klagen gegen das Hausverbot und berufen sich auf die Pressefreiheit. Mehrere andere Sender, darunter ABC, CBS, NBC und Fox News, solidarisierten sich und stellten ihre gemeinsame Pool-Berichterstattung über den Präsidenten vorerst ein.

Nun liegt der Fall bei einem Bundesgericht in Washington. Die Kläger wollen das Verbot im Eilverfahren aufheben lassen. Eine mündliche Verhandlung ist für Mittwoch angesetzt.

Für Trump ist der Konflikt nicht neu. Bereits während seiner ersten Amtszeit entzog er Journalisten die Akkreditierung – und verlor in beiden Fällen vor Gericht. Die Richter verwiesen damals unter anderem darauf, dass den Betroffenen ein Verfahren und die Möglichkeit zur Stellungnahme hätten eingeräumt werden müssen.

Legionellen-Ausbruch in Linz: Staatsanwaltschaft ermittelt

Nach dem Legionellenausbruch im Großraum Linz ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. 32 Menschen erkrankten, drei starben. Das Verfahren richtet sich gegen unbekannte Täter. Auslöser war nach ORF-Informationen (Öffnet in neuem Fenster)die Anzeige eines Hinterbliebenen.

Im Zentrum steht die Frage, wo sich die Betroffenen mit dem Bakterium infizierten. In einer Kühlanlage der Linz AG wurde derselbe Legionellen-Stamm nachgewiesen wie bei einem Erkrankten. Auch die räumliche und zeitliche Verteilung der Fälle sowie erste Analysen der Luftströmungen deuten laut Gesundheitsbehörden auf die Anlage hin.

Gegen die Linz AG selbst wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht ermittelt. Das Unternehmen betont, dass sein Trinkwasser nicht betroffen gewesen sei. Die Anlage wurde gereinigt, desinfiziert und auf Trockenbetrieb umgestellt. Eine weitere Legionellenbildung sei damit ausgeschlossen.

Unterdessen wurden auch in der Kaserne Hörsching Legionellen entdeckt – in wenig genutzten Sanitäranlagen. Infektionen bei Soldaten gab es laut Bundesheer nicht. Die betroffenen Duschen wurden gesperrt, die Leitungen gespült. Ein Zusammenhang mit dem Ausbruch in Linz ist bislang nicht geklärt.

Österreich will CO₂-Speicherung wieder erlauben

Die Bundesregierung will das seit 2011 geltende Verbot der geologischen CO₂-Speicherung aufheben. ÖVP, SPÖ und NEOS wollen den Gesetzentwurf diese Woche in Begutachtung schicken. Die Begutachtungsfrist soll mindestens vier Wochen betragen.

Mit der sogenannten Carbon Capture and Storage (CCS) soll CO₂ abgeschieden, verflüssigt, transportiert und dauerhaft unterirdisch gespeichert werden. Erlaubt werden soll die Technik vor allem für Branchen, deren Emissionen sich kaum vermeiden lassen – etwa Zement- und Keramikindustrie.

Vorgesehen ist ein strenger regulatorischer Rahmen. Die Speicherung soll auf maximal fünf Prozent der jährlichen österreichischen CO₂-Emissionen begrenzt werden. Zuständig soll die Montanbehörde im Finanzministerium sein. Die Regierung betont, CCS sei nur eine Ergänzung und kein Ersatz für Emissionsvermeidung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Industrie und Wirtschaft begrüßen das Ende des Verbots grundsätzlich. Die Industriellenvereinigung kritisiert allerdings die geplanten Mengenbeschränkungen.

Umweltorganisationen warnen dagegen vor hohen Kosten, ungeklärten Haftungsfragen und möglichen Risiken durch langfristige CO₂-Lecks. Greenpeace bezeichnet CCS als teure Scheinlösung. Der WWF fordert, dass Unternehmen auch für langfristige Folgekosten haften. Die Technologie bleibt damit politisch und wirtschaftlich umstritten.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Die Rückkehr der Rassenlehre

Ein schwarzer Cambridge-Professor gerät ins Visier eines selbsternannten „Rassenrealisten“. Florian Aigner hat sich mit mer Fall Jason Arday und was er für die Wissenschaft bedeutet beschäftigt.

“Mir wurde rasch klar, dass es hier um etwas viel Größeres geht. Internationale rechte Netzwerke wollen die "woken" Unis politisch umdrehen. Und es läuft gut für sie. “, schrieb Aigner auf Bluesky.

https://florianaigner.substack.com/p/die-ruckkehr-der-rassenlehre (Öffnet in neuem Fenster)

Interview: Pflegeroboter werden uns entmenschlichen

Und zwar nicht nur die Menschen, die Pflege brauchen, sagt der Ethiker und Theologe Stephen Milford.

https://krautreporter.de/psyche-und-gesundheit/6545-pflegeroboter-werden-uns-entmenschlichen#lesen (Öffnet in neuem Fenster)

Das geheime System hinter Trumps Drittstaaten-Abschiebungen

Zehntausende Menschen wurden von der US-Einwanderungsbehörde ICE in Länder abgeschoben, zu denen sie keinen Bezug haben. Dahinter steckt ein weltweites System aus Millionendeals, schreibt der STANDARD.

https://www.derstandard.at/story/3000000340135/das-geheime-system-hinter-trumps-drittstaaten-abschiebungen (Öffnet in neuem Fenster)

Wartet auf die US-Wahlen im November: Markus

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