Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
Angesichts der anhaltenden Hitze (41 Grad in Wien) fordern zahlreiche Künstler*innen in einem offenen Brief entschlosseneren Klimaschutz. Zu den Unterzeichnenden zählen unter anderem Ursula Strauss, Stefanie Reinsperger, Michael Ostrowski und Robert Palfrader.
„Politisches Nichthandeln angesichts einer wissenschaftlich eindeutig belegten Krise ist keine neutrale Entscheidung“, heißt es in dem Schreiben. Die Initiator*innen verlangen, die Klimakrise als „nationalen Notstand“ anzuerkennen.
Derweil fordert (Öffnet in neuem Fenster)Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser. "Wer auf nicht notwendige Wasserverbräuche verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag, damit unsere Versorgung auch in angespannten Zeiten gesichert bleibt.“
Der Notstand ist da.
Falls Du eine kleine Ablenkung brauchst: Heute startet die neue Staffel von "Ted Lasso“. Die Serie erzählt von einem Trainer einer (Frauen)Fußballmannschaft, der mit seiner ansteckenden Zuversicht selbst die schwierigsten Situationen meistert. Eine warmherzige, optimistische Serie (Apple TV+).
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Ansonsten geht es heute um Hitlers Geburtshaus, Social-Media-Verbot für Kinder und Kriegskosten.

Ceuta legt Uneinigkeit in EU offen
Die Ceuta-Sondersitzung der 27 EU-Innenminister:innen, die gestern per Video stattfand, endete mit Solidaritätsbekundungen für Spanien – überraschend, wenn man bedenkt, dass 22 dieser Staaten die spanische Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez noch kurz zuvor für ihre Migrationspolitik kritisiert hatten, wie die Tagesschau (Öffnet in neuem Fenster) hervorhebt. „Erst Brandbrief, dann Versöhnung“, bringt es die taz (Öffnet in neuem Fenster) auf den Punkt. Die EU folge nun altbekannten Mustern: „vage Formulierungen, Beschwichtigung und verbaler Aktionismus.“ Die Zeit (Öffnet in neuem Fenster) betont, dass es unter der Oberfläche weiter brodelt: Wie es in der Migrationspolitik weitergehen soll, darüber sei man sich in der EU alles andere als einig. Im Kern der Debatte steht dabei auch die Frage, wie die Zusammenarbeit mit Drittstaaten aussehen soll – Teil dessen sind die geplanten „Return Hubs“, also Abschiebezentren außerhalb der EU. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International (Öffnet in neuem Fenster) kritisieren die Pläne dafür schon lange.
Wie es überhaupt zu der Situation in Ceuta kommen konnte, dafür kursieren laut RND (Öffnet in neuem Fenster) zwei Erklärungen. Die einen sehen die Ursache in einer zu liberalen Migrationspolitik Spaniens. Die anderen vermuten einen „hybriden Angriff“, bei dem auch von Russland gesteuerte Social-Media-Bots eine Rolle gespielt haben könnten – wofür allerdings klare Beweise fehlen. Währenddessen nutzen rechte Kräfte die Ereignisse der vergangenen Tage längst für ihre eigenen Zwecke. (Luzia Geier)

Regierung erleichtert Einbau von Klimaanlagen
Die Bundesregierung will den Einbau von Klimaanlagen erleichtern und den Hitzeschutz in Wohnungen und Schulen ausbauen. Ein entsprechender Ministerratsvortrag wurde nun beschlossen.
Geplant ist, bürokratische Hürden für Mieterinnen, Mieter und Wohnungseigentümer abzubauen. Vor allem Genehmigungsverfahren für Klimaanlagen sollen vereinfacht werden. Ein Gesetzesentwurf soll im Herbst vorliegen.
Auch Schulen sollen besser auf steigende Temperaturen vorbereitet werden. Vorgesehen sind regionale Maßnahmen auf Grundlage der Hitzewarnstufen von GeoSphere Austria. Zudem sollen ältere Gebäude nachgerüstet werden – etwa durch Beschattungssysteme, neue Fenster, Hitzeschutzfolien sowie begrünte und entsiegelte Schulhöfe.

Google-Datencenter: Experte zweifelt an Effekt für Standort
Google baut sein Rechenzentrum in Kronstorf größer als ursprünglich geplant. Politik und Unternehmen sprechen von Milliardeninvestitionen, neuen Arbeitsplätzen und einem Innovationsschub für den Standort Oberösterreich. Doch nicht alle teilen diesen Optimismus.
Der KI- und Datenexperte Faruk Bajramovic hält die wirtschaftlichen Effekte für deutlich geringer als angekündigt, sagt er im ORF (Öffnet in neuem Fenster). Statt vier Milliarden Euro könnten die Investitionen wesentlich niedriger ausfallen, auch die Zahl der indirekt geschaffenen Arbeitsplätze werde überschätzt.
Besonders deutlich widerspricht der Experte der Behauptung, die Bevölkerung werde von schnelleren Internetverbindungen profitieren. Das Rechenzentrum sei Teil einer globalen Infrastruktur und nicht auf Österreich ausgerichtet. „Das Rechenzentrum macht das Internet nicht schneller“, sagt Bajramovic.
Dennoch sieht er Vorteile. Der Standort könne Oberösterreich international sichtbarer machen und ein Signal für technologische Offenheit senden. Kritik gibt es hingegen weiterhin am hohen Energie- und Wasserverbrauch der Anlage.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Die NS-Vergangenheit, über die die FPÖ nicht sprechen will
Eine STANDARD-Recherche von mir über den FPÖ-Mitbegründer und späteren Generalsekretär Karl Kowarik. Er war Teil jenes Systems, das die Verbrechen an Kindern am Wiener "Spiegelgrund" ermöglichte.
https://www.derstandard.at/story/3000000327835/die-ns-vergangenheit-ueber-die-die-fpoe-nicht-sprechen-will (Öffnet in neuem Fenster)
Es gibt keine Politik, die unerlaubte Migration stoppen kann
Die Forschung sagt: Geschlossene Grenzen sind Symbolpolitik. Nur wenn man die Wirtschaft ruiniert, kommen weniger Migrant*innen.
https://krautreporter.de/flucht-und-grenzen/5546-es-gibt-keine-politik-die-unerlaubte-migration-stoppen-kann#lesen (Öffnet in neuem Fenster)
Brace yourselves, Sonnenfinsternis is Comming
Kommende Woche lohnt sich der Blick nach oben: Am 12. August zieht eine totale Sonnenfinsternis über Europa. Nur wenige Tage später, am 28. August, folgt eine Mondfinsternis – zwei seltene Himmelsereignisse in einem Monat.
Der Wiener Astroverein hat die wichtigsten Infos zusammengestellt. In Wien erreicht die Sonnenfinsternis um 20:13:51 Uhr ihren Höhepunkt. Wer das Schauspiel festhalten möchte, sollte die Handykamera bereithalten – aber nur mit geeigneter Schutzbrille beobachten.
https://web.astroverein.at/beobachten/die-sonnenfinsternis-vom-12-august-2026 (Öffnet in neuem Fenster)Muss heute noch zum Amt: Markus