Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
Wer schon mal eine Dating-App verwendet hat, weiß, wie mühsam und anstrengend das sein kann. Ist ja auch logisch, denn die Unternehmen dahinter verfolgen ein anderes Interesse als die Nutzenden. Jede Person, die über eine App verkuppelt wird, ist für den Konzern eine Kundin weniger. Wie diese Apps genau funktionieren und welche Alternativen es gibt, liefert unter anderem diese DOK1 (Öffnet in neuem Fenster), an der ich mitarbeiten durfte.
Wie schaut das Ganze aber aus, wenn eben kein Konzern hinter einer Dating-App steckt, sondern eine Stadtverwaltung? Offensichtlich funktioniert es, wenn man den Zahlen der Tokioter Stadtregierung Glauben schenken möchte. Deren KI-gestützte App habe in den letzten zwei Jahren zu 265 Eheschließungen geführt, wie der ORF (Öffnet in neuem Fenster) berichtet. Erklärtes Ziel des Projekts: die Steigerung der Geburtenrate im Niedriggeburtenland Japan.

Außerdem geht es heute um neue Angriffe im Nahen Osten, eine kuriose Geburtstagsparty im Innenministerium und den Diplomatiereigen bei Donald Trump.

Neue Angriffe im Nahen Osten
Das US-Militär berichtete von einem überraschenden iranischen Angriff auf Stützpunkte in der Region. Laut dem zuständigen US-Regionalkommando Centcom seien die Angriffe jedoch vollständig abgefangen worden. Auch Jordanien meldete fünf abgefangene Raketen aus dem Iran.
Unterdessen griff eine Koalition aus US-Militär und saudi-arabischen Streitkräften Stellungen pro-iranischer Milizen im Irak an. Es soll zu Toten und Verletzten gekommen sein, der Irak beruft eine Notfallssitzung ein. Die Tagesschau (Öffnet in neuem Fenster) liefert Details. Der Krieg im Nahen Osten scheint nach einer Waffenpause aktuell also wieder aufflammen und sich sogar auszuweiten. Auch die Ölpreise reagieren darauf. Die Zeit berichtet in einem Liveblog (Öffnet in neuem Fenster).

Innenministerium schmiss Geburtstagsparty für Ex-Minister Ernst Strasser
Wenn ein Ex-Innenminister 70 Jahre alt wird, kann man schon mal die Tore des eigenen Hauses öffnen und gebührend darauf anstoßen. Das dachte sich wohl der aktuelle Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), als er im April diesen Jahres zu einer Geburtstagsfeier für den ehemaligen ÖVP-Innenminister Ernst Strasser ins Ministerium einlud. Gekommen sind 61 Gäste aus dem Umfeld der ÖVP und der ehemaligen und aktiven Beamten- und Politikerschaft des Innenministeriums. Das Innenministerium hat dafür knapp 9.000 Euro an Steuergeld ausgegeben, der Großteil floss in das Catering, weitere Ausgaben gab es etwa für Blumenschmuck und Bilderrahmen, wie die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ zu dem Thema zeigt.
Das Ministerium rechtfertigt den Steuergeldeinsatz darin damit, dass es sich um eine „offizielle, repräsentative Veranstaltung des Innenministeriums im Sinne eines Austauschtreffens für ehemalige und aktive Akteure zur Würdigung des runden Geburtstages eines ehemaligen Innenministers“ handle. Auch der Standard (Öffnet in neuem Fenster) berichtet über die Party und liefert weitere Details.

Trump empfängt Selenskyj und Netanjahu
Die US-Hauptstadt Washington erlebte gestern einen eng getakteten Diplomatie-Tag: Präsident Donald Trump empfing gleich zwei Amtskollegen, wenn auch getrennt voneinander – den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die beiden seien „so etwas wie Trumps politisches Schicksalsduo“, heißt es dazu bei ntv (Öffnet in neuem Fenster), schließlich entscheide sich in den beiden Kriegen ein gutes Stück der geopolitischen Zukunft der Welt mit. Offizieller Anlass für die Reise beider Politiker war die Trauerfeier für den kürzlich verstorbenen US-Senator Lindsey Graham, bei der sie auch kurz miteinander redeten (Öffnet in neuem Fenster). Die Gespräche mit Trump fanden hinter verschlossenen Türen statt – für den sonst kamerafreudigen Präsidenten war das durchaus ungewöhnlich, wie die New York Times (Öffnet in neuem Fenster) einordnet.
„Beide Treffen verliefen positiv und produktiv“, ließ Trumps Sprecherin danach verlauten, auch Selenskyj sprach von einem guten Gespräch. Ganz spannungsfrei ist das Verhältnis zwar nicht – die USA haben ihre direkten Waffenlieferungen an die Ukraine zuletzt weitgehend zurückgefahren –, doch begegnet Trump dem ukrainischen Präsidenten inzwischen mit deutlich mehr Respekt, wie die Tagesschau (Öffnet in neuem Fenster) analysiert. Konfliktbeladener ist aktuell wohl das Verhältnis zu Netanjahu. Immer wieder hatten zuletzt Berichte über Differenzen bezüglich des von den USA und Israel angezettelten Irankriegs für Schlagzeilen gesorgt. Kurz vor dem Treffen schien Trump diesen Eindruck selbst zu bestätigen, berichtet der Spiegel (Öffnet in neuem Fenster): Im Gespräch mit Fox News stellte er es so dar, als versuche Netanjahu ihn davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg abzuwenden. Innenpolitisch ist das Thema für Trump tatsächlich heikel: Wenige Monate vor den Kongresswahlen im November lehnt eine Mehrheit der Amerikaner*innen den Irankrieg ab, vor allem wegen der gestiegenen Ölpreise, die im Autoland USA im Alltag deutlich zu spüren sind. Über die jüngsten Umfragen berichtet zum Beispiel Reuters (Öffnet in neuem Fenster). (Luzia Geier)

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Warum jetzt ein Verbot der Identitären angebracht wäre
Die Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl analysiert für das Moment Magazin, warum ein Verbot der Identitären Bewegung überfällig ist.
https://www.moment.at/story/identitaere-bewegung-verbot/ (Öffnet in neuem Fenster)
Geliehene Mütter, gekaufte Kinder, echte Liebe – Teil 1
Wer darf eigentlich Kinder kriegen? Ich habe einen Vater getroffen, der ein Kind bei einer Leihmutter in Indien bestellte. Und eine Frau, die ein Baby für fremde Eltern bekam – und das kostenlos.
https://krautreporter.de/sinn-und-konsum/3157-geliehene-mutter-gekaufte-kinder-echte-liebe-teil-1#lesen (Öffnet in neuem Fenster)
In der Donau schwimmend durch ganz Österreich
Wer von dem medial aufgebauschten Ultralauf-Spektakel von Red-Bull-Athlet Arda Saatçi begeistert war, freut sich sicher über das heutige Fundstück. Ein 23-jähriger Deutscher durchschwimmt nämlich gerade in einem Weltrekordversuch die Länge der gesamten Donau auf österreichischem Boden. Ziel der Challenge: Insgesamt 350 Kilometer von Passau bis nach Bratislava zu schwimmen – in weniger als 72 Stunden. Das wird sich für Marinus Obermair aka movelikeg wohl nicht ausgehen, bisher hat er rund 135 Kilometer zurückgelegt, knapp 5 Stunden bleiben ihm noch. Gesponsert wird die Challenge vom Flüssignahrungshersteller yfood. Hier kann man Marinus im Livestream beobachten.
https://www.youtube.com/watch?v=_9mp4XN3ZF4 (Öffnet in neuem Fenster)Schwimmt lieber eine kurze Distanz in den Kärntner Seen:
Emil

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