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Fünf Jahre Taliban in Afghanistan: Frauen ohne Rechte  

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Die Debatte über Arbeitszeit ist in den vergangenen Jahren fast verstummt. Nun fordert die Industriellenvereinigung die Abschaffung von Feiertagen – im Namen der Wettbewerbsfähigkeit. Das klingt weniger nach Zukunft als nach einem Rückfall in die Arbeitswelt vor 150 Jahren.

Eine große Studie (Öffnet in neuem Fenster) mit fast 2.900 Beschäftigten aus sechs Ländern zeigt, dass die Vier-Tage-Woche Burnout und Müdigkeit deutlich reduziert. Zugleich verbesserten sich Schlaf, Gesundheit und Arbeitszufriedenheit. Die Produktivität blieb dabei weitgehend stabil.

Ansonsten geht es heute um Dürre, den Tod eines ehemaligen Cambridge-Professors und eine Flucht.

Historische Dürre: Noch nie war Land so trocken

Österreich erlebt die trockenste Periode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die vergangenen zwölf Monate waren laut Klimaforscher Klaus Haslinger von GeoSphere Austria die trockensten seit 1850, schreibt die Presse (Öffnet in neuem Fenster).

Besonders betroffen ist der Osten. An manchen Messstellen fiel wochenlang kein Regen, eine rasche Entspannung ist nicht absehbar. Von Jänner bis 12. August gab es auf 72 Prozent der Landesfläche mehr Trockentage als in jedem der vergangenen 65 Jahre.

Auch die Niederschlagsmengen sind rekordverdächtig: Zwischen 23. Februar und 9. August fielen nur 210,9 statt der üblichen 405 Millimeter. Damit war die Periode so trocken wie seit mindestens 1961 nicht mehr. Die bisherigen Tiefstwerte von 2003 und 2015 lagen mit 265,8 beziehungsweise 275 Millimetern deutlich höher.

Trockenheit und Hitze machen den Almsommer in Salzburg zunehmend zum Problem. Auf manchen Hütten reicht das Wasser nicht mehr für die Versorgung der Gäste und den Betrieb der Sanitäranlagen, schreibt der ORF (Öffnet in neuem Fenster). Die Erichhütte am Hochkönig musste ihren Betrieb bereits einschränken und schließt nun vorübergehend. Die Quelle oberhalb der Hütte ist weitgehend versiegt. Die Hüttenwirte hoffen nun auf Regen.

Ehemaliger Cambridge-Professor tot aufgefunden

Als Jason Arday im Jahr 2023 seinen Job antrat, war er mit 37 der jüngste Schwarze Professor in der Geschichte der britischen Elite-Universität Cambridge. Dann wurden Plagiatsvorwürfe gegen den Soziologen laut, die Hochschule leitete eine Untersuchung ein und er trat Anfang August diesen Jahres zurück. Es folgte eine Diskussion über akademische Redlichkeit, aber auch darüber, ob die Intensität des Shitstorms, der über Arday hereinbrach, womöglich etwas mit seiner Hautfarbe zu tun hatte. Am Freitag wurde der 41-Jährige tot aufgefunden – Medienberichten zufolge beging er Suizid. „Die Desinformationskampagne war einfach zu viel für Jason“, erklärte die Familie laut Zeit (Öffnet in neuem Fenster). Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einer „unerträglichen öffentlichen Hetzkampagne“, wie der Standard (Öffnet in neuem Fenster) in einem Nachruf schreibt.

Nur einen Tag vor Ardays Tod hatte der Guardian (Öffnet in neuem Fenster) in einem Kommentar gewarnt, die politische Rechte werde den Fall nutzen, um Gleichstellungsbemühungen zu bekämpfen. Arday müsse gar kein Fantast sein, „um genau die Art von Mann zu sein, die Kommentatoren an einer Universität wie Cambridge lieber nicht sehen würden“, konstatierte seine ehemalige Kollegin Afua Hirsch. „Es reicht schon, dass er schwarz ist.“ Die taz (Öffnet in neuem Fenster) hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass die wenig vielfältige Institution selbst immens von der Einberufung des jungen Professors profitierte und zitiert den ehemaligen Minister James Cleverly mit den Worten: „Sie haben ihn aus Eigennutz ins Rampenlicht gestellt.“ (luzia Geyer)

Hilfe in Krisen

Für Menschen in Krisensituationen und deren Angehörige gibt es eine Reihe von Anlaufstellen. Unter suizid-praevention.gv.at (Öffnet in neuem Fenster) finden sich Notrufnummern und Erste Hilfe bei Suizidgedanken. Gesprächs- und Verhaltenstipps insbesondere für Kinder und Jugendliche bietet bittelebe.at (Öffnet in neuem Fenster).

Aus Wien entkommen, in Syrien festgenommen

Die syrischen Sicherheitskräfte haben den ehemaligen Polizeichef Mussab Abu R. in der Provinz Daraa festgenommen. Der Syrer war im Juli vom Landesgericht Wien wegen Folter und weiterer Verbrechen an Regimegegnern schuldig gesprochen worden. Trotz des Urteils konnte er Österreich verlassen, da er sich auf freiem Fuß befand.

Ob Österreich seine Auslieferung beantragt, ist offen. Die Vizepräsidentin des Landesgerichts Wien, Christina Salzborn, kündigte an, die Lage in der kommenden Woche zu prüfen. Offizielle Informationen über die Festnahme lägen bislang nicht vor.

Politisch sorgt der Fall für Streit. Die FPÖ fordert eine Auslieferung nach Österreich. Die ÖVP lehnt das ab. ÖVP-Abgeordneter Andreas Hanger verwies darauf, dass Österreich unter Innenminister Gerhard Karner wieder Abschiebungen nach Syrien durchführt. Die Forderung, einen verurteilten Folterer nach Österreich zurückzuholen, bezeichnete er als widersprüchlich.

Mussab Abu R. war während und nach dem Prozess auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht Wien hatte eine zuvor verhängte Untersuchungshaft aufgehoben und keine Fluchtgefahr gesehen. Unter den Opfern und Zeugen habe dies großes Unverständnis ausgelöst.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Fünf Jahre Taliban in Afghanistan: Angehörige erzählen wie es ihren Schwestern, Cousinen und Tanten dort geht

Seit fünf Jahren steht Afghanistan unter der Herrschaft der Terrororganisation Taliban. Vier Afghaninnen in Österreich erzählen uns von ihren Schwestern, Tanten und Cousinen, die noch dort sind, und davon, wie das Leben für Frauen unter den Taliban wirklich aussieht.

https://steady.page/de/diechefredaktion/posts/628eb393-c1ce-4f6a-bf30-d57e8aa5ba9a (Öffnet in neuem Fenster)

„Warum trägt die SPD die antisoziale Politik der CDU mit?“

Das fragt KR-Mitglied Stella. Ich habe fünf Gründe gefunden, warum die Sozialdemokraten sich auf Reformen einlassen, die auf den ersten Blick nicht zu ihnen passen.

https://krautreporter.de/politik-und-macht/6515-warum-tragt-die-spd-die-antisoziale-politik-der-cdu-mit#lesen (Öffnet in neuem Fenster)

Kein Verbot für Meta-Brillen in Deutschland: Behörde sieht LED-Signal als ausreichend

Die Bundesnetzagentur hält die Meta Smart Glasses aktuell für zulässig. Die Aufnahmefunktion sei durch ein LED-Signal für Dritte ausreichend erkennbar.

https://www.heise.de/news/Smart-Glasses-Bundesnetzagentur-verfolgt-kein-Verbot-von-Metas-Kamera-Brille-11415153.html (Öffnet in neuem Fenster)

Fährt heute beruflich noch zu einem Waldbrand:

Markus

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