Zum Hauptinhalt springen

Das ist der Anfang vom Ende der Ära Trump

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Dass die Niederlage für Donald Trumps Republikaner derart deutlich ausfallen würde, hat mich dann doch überrascht. Das Midterm-Wahlergebnis ist mehr als eine herbe Schlappe für die Partei des US-Präsidenten. Es war eine schallende Ohrfeige.

Und es ist auch ein Signal dafür, dass die Macht der reaktionären Tech-Oligarchen Grenzen hat. Elon Musk soll fast 500 Millionen Dollar in den Wahlkampf investiert haben, um die Republikaner zu unterstützen. Ein gewaltiger finanzieller Einsatz – der offenbar wenig bewirkt hat. Geld, Reichweite und politischer Einfluss können Wahlen eben nicht nach Belieben entscheiden.

Ich finde das ein ausgesprochen gutes Zeichen. Es zeigt, dass demokratische Entscheidungen eben doch nicht käuflich sind. Weniger gut ist, dass Musk den 500 Millionen-Verlust locker wegstecken kann.

Trump will die Ergebnisse der Midterms nach eigenen Angaben akzeptieren. „Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen“, sagte Trump der „New York Times“.

Wenn dir dieser Newsletter gefällt und du uns unterstützen möchtest, kannst du das in nur zehn Sekunden tun. Hol dir eine tag-eins-Mitgliedschaft (Öffnet in neuem Fenster)ab 5,75€ pro Monat – das hilft uns sehr. Danke!


Ansonsten geht es heute um die Midterms, die Inflation und Manipulierte Süßigkeiten.

Der Anfang vom Ende der Ära Trump

Die Demokraten surfen bei den US-Midterms auf einer „blauen Welle“: Sie erobern nicht nur das Repräsentantenhaus, sondern sichern sich auch eine klare Mehrheit im Senat. Dort kommen sie inzwischen auf 54 Sitze – acht davon haben sie den Republikanern abgenommen. Selbst republikanische Hochburgen gingen verloren, wie der ORF in seinem Liveticker (Öffnet in neuem Fenster)berichtet.

Für Donald Trump ist das eine empfindliche Niederlage. Der Präsident verliert seinen politischen Rückhalt im Kongress und dürfte für den Rest seiner Amtszeit zur „Lame Duck“ werden – zu einem Präsidenten, dem zunehmend die Macht fehlt, seine politische Agenda durchzusetzen. Die Demokraten können seinem Treiben nun enge Grenzen setzen – und Untersuchungen gegen die Machenschaften seiner Regierung starten.

Es war eine Niederlage mit Ansage. Trump hat vor allem die Sorgen seiner Wähler ignoriert. Statt sinkender Lebenshaltungskosten gab es steigende Preise, statt wirtschaftlicher Entlastung neue Belastungen durch Zölle. Dazu kam Korruption.

Für Donald Trump hat jedenfalls das politische Endspiel begonnen, analysiert der Spiegel (Öffnet in neuem Fenster). Im Januar 2029 endet seine Präsidentschaft endgültig. Für die Republikaner beginnt nun die Suche nach der Zukunft: Setzen sie 2028 auf einen Trump-Vertrauten wie JD Vance oder wagen sie den Bruch? Ob mit Trump auch der Trumpismus verschwindet, ist offen.

Der Wahlkampf 2028 hat längst begonnen. Die Demokraten müssen eine überzeugende Führungsfigur finden und zeigen, dass sie mehr zu bieten haben als die Ablehnung Trumps.

Inflation bleibt hartnäckig bei 3,6 Prozent

Keine Entspannung bei der Teuerung: Die Inflationsrate in Österreich liegt im Oktober laut Schnellschätzung der Statistik Austria (Öffnet in neuem Fenster) unverändert bei 3,6 Prozent. Bereits im September hatte sie diesen Wert erreicht.

Ein wesentlicher Preistreiber bleibt die Energie. Trotz der ausgeweiteten Spritpreisbremse verteuerte sie sich im Jahresvergleich um 16,5 Prozent – nach 15,1 Prozent im September.

Bei Lebensmitteln, Tabak und Alkohol hingegen kam der Preisanstieg vorerst zum Stillstand. Die Preise blieben gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert, nachdem sie im September noch um 0,8 Prozent gestiegen waren. Der größte Inflationstreiber bleibt allerdings der Dienstleistungssektor. Eine spürbare Entlastung für die Verbraucher ist damit weiterhin nicht in Sicht.

Bild

Weitere Fälle von Fremdkörpern in Halloween-Süßigkeiten bekannt

Was als Halloween-Spaß begann, beschäftigt inzwischen die Kriminalpolizei in mehreren Bundesländern: In gesammelten Süßigkeiten wurden Nadeln und andere Metallgegenstände entdeckt. Neue Fälle wurden am Mittwoch aus der Steiermark und Niederösterreich gemeldet. Damit sind mittlerweile vier Bundesländer in Österreich betroffen. Ein zehnjähriges Mädchen verletzte sich beim Biss in eine mit einer Nadel präparierte Minischokolade leicht im Mund.

Österreichweit sind insgesamt 13 Fälle bekannt - die sich aif Niederösterreich (3), Oberösterreich (3), Salzburg (1) und die Steiermark (6) verteilen, schreibt das Innenministerium (Öffnet in neuem Fenster).

Das Bundeskriminalamt hat eine eigene Ermittlungsgruppe mit dem Namen „Treat“ eingerichtet. Sie soll die Vorfälle zusammenführen, mögliche Zusammenhänge erkennen und den Tätern auf die Spur kommen. Die Ermittlungen laufen auch international: Ähnliche Fälle wurden aus Deutschland, Ungarn, Norwegen, Dänemark, Irland und Kanada gemeldet.

Die Polizei vermutet, dass die manipulierten Süßigkeiten in größere Schüsseln mit Naschereien gelegt wurden, die Bewohner vor ihre Haustüren gestellt hatten. Auch eine Vernetzung der Täter über das Internet wird nicht ausgeschlossen.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Warum uns wieder eine teure Heizsaison bevorsteht

Der Gaspreis steigt, doch von der Energiewende sind viele österreichische Haushalte noch weit entfernt, schreibt die WZ.

https://www.wienerzeitung.at/a/warum-uns-wieder-eine-teure-heizsaison-bevorsteht (Öffnet in neuem Fenster)

Lügenpresse: So erkennst du Fake News

KI-Bilder, erfundene Zitate, falsche Nachrichtenseiten – Falschnachrichten haben immer Hochkonjunktur. Hier sind zehn Fragen, mit denen du jede Quelle prüfen kannst.

https://krautreporter.de/nachrichten-erklart/1171-lugenpresse-so-erkennst-du-fake-news#lesen (Öffnet in neuem Fenster)

Lucky Luke feiert Geburtstag

Ein Held, der schneller schießt als sein Schatten, ein sprechendes Pferd namens Jolly Jumper und ziemlich viel Humor: 1946 erfand der belgische Cartoonist Maurice De Bevere, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Morris, den Comic-Cowboy Lucky Luke. Ein paar Jahre später tat sich Morris mit dem französischen Autor René Goscinny zusammen, der auch hinter den Asterix-Comics steckte. Von 1955 an verfasste Goscinny die Texte für Lucky Luke. Gemeinsam sorgten die beiden für Dutzende Geschichten aus dem Wilden Westen, die Bände verkauften sich millionenfach.

So wurden die Abenteuer des liebenswürdigen Cowboys, der 1983 seine Zigarette im Mund gegen einen Grashalm tauschte, zum wohl populärsten Western-Comic weltweit. Inzwischen sind Morris und Goscinny verstorben, doch Lucky Luke lebt weiter. Anlässlich seines 80. Geburtstags gibt es ein neues Abenteuer: „Heiliger Lucky!“ Deutschlandfunk Kultur (Öffnet in neuem Fenster) hat dem 103. Band gute acht Minuten gewidmet – es lohnt sich, sie anzuhören.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/heiliger-lucky-der-jubilaeumsband-zum-80-geburtstag-des-comichelden-100.html (Öffnet in neuem Fenster)

Habe auf die Midterms gehofft. Gerade kam noch die Meldung, dass der Kinderbuchautor Janosch mit 95 Jahren gestorben ist. Der STANDARD (Öffnet in neuem Fenster) hat einen Nachruf.

Markus

0 Kommentare

Möchtest du den ersten Kommentar schreiben?
Werde Mitglied von tag eins und starte die Unterhaltung.
Mitglied werden