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Wie ein Shirt die KI-Überwachung verwirrt

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Der Espresso wird in Italien zunehmend teurer: Eine Tasse kostet im Schnitt 25 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Am teuersten ist der „Caffè“ in Bozen mit durchschnittlich 1,51 Euro, am günstigsten in Messina mit 1,06 Euro. Besonders stark stiegen die Preise in Pescara – dort um 49 Prozent seit 2021.

Als Gründe gelten vor allem höhere Energie- und Betriebskosten - die Bauern und Bäuerinnen haben so gut wie nichts davon - der Preis für die Bohnen ist nähmlich massiv gesunken.

Hat zuletzt ich in Wien sagenhafte sechs Euro für einen Cappuccino bezahlt, für einen Espresso 2,50 Euro. Immerhin sinkt die Inflation. Im Juli ist sie laut Statistik Austria auf 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken, wie heute bekannt (Öffnet in neuem Fenster)wurde.

Im Juni lag die Teuerungsrate noch bei 3,2 Prozent. Gedämpft wurde die Teuerung von niedrigeren Lebensmittelpreisen. Seit Anfang Juli greift die von der Regierung eingeführte Mehrwertsteuersenkung auf einige Grundnahrungsmittel.

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Ansonsten geht es heute um Ungarn, Gefälschte Mails gegen Grasser-Richterin und einen Baustelle auf einem KZ-Gelände.

Ungarn hat neuen Staatspräsidenten

Der frühere Höchstrichter Andras Baka hat das Amt des ungarischen Staatspräsidenten übernommen. Der 73-Jährige war am 11. August vom Parlament gewählt worden – mit 140 zu sechs Stimmen. Die oppositionelle FIDESZ von Viktor Orban boykottierte die Abstimmung und bezeichnete sie als „illegitim“.

Zuvor hatte die regierende TISZA-Partei von Premier Peter Magyar den bisherigen Präsidenten Tamas Sulyok per Verfassungsänderung abgesetzt. Magyar hatte ihn als „Marionette“ Orbans bezeichnet.

Mit Bakas Amtsantritt kehrt Parlamentspräsidentin Agnes Forsthoffer auf ihren bisherigen Posten zurück. Sie hatte das Präsidentenamt seit Sulyoks Absetzung interimistisch ausgeübt.

Gefälschte Mails gegen Grasser-Richterin

Nach der rechtskräftigen Verurteilung von ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser in der BUWOG-Affäre wurde offenbar versucht, das Urteil mit gefälschten Beweisen zu erschüttern. Die Staatsanwaltschaft Wien hat ein Verfahren gegen die Richterin Marion Hohenecker inzwischen eingestellt. Die Vorwürfe hätten sich als „Verleumdung samt gefälschten E-Mails“ erwiesen, meldet der Falter (Öffnet in neuem Fenster).

Ein mittlerweile geständiger 60-Jähriger hatte Grassers Anwälten angeboten, angebliche Mails und Postings aufzuspüren, die Hoheneckers Befangenheit belegen sollten. Im Juni 2025 brachte Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer daraufhin eine Anzeige gegen die Richterin ein. Ihr wurde unter anderem Amtsmissbrauch und Bestechlichkeit vorgeworfen.

Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass der Mann die angeblichen Beweismails selbst verfasst hatte. Er wurde im Mai 2026 festgenommen und legte später ein weitgehendes Geständnis ab. Dabei erhob er auch Vorwürfe gegen Personen aus Grassers Umfeld, die diese zurückweisen.

Das Verfahren gegen Hohenecker wurde am 31. Juli eingestellt. Sie arbeitet inzwischen bei der WKStA.

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Ein Lidl auf einem KZ-Gelände: Mauthausen-Komitee fordert Baustopp

Auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Leobersdorf südlich von Wien sollen ein Lidl-Supermarkt und ein Kühllogistikzentrum entstehen. Das Internationale Mauthausen-Komitee fordert einen Baustopp und will die bislang unverbaute Fläche als Gedenkort erhalten.

In dem Außenlager waren zwischen 1944 und 1945 rund 400 Frauen und Mädchen inhaftiert. Sie mussten Zwangsarbeit in einer nahe gelegenen Munitionsfabrik leisten. Nach der Auflösung des Lagers wurden die Gefangenen nach Mauthausen getrieben, etliche starben dabei.

Kritik kommt auch von lokalen Gedenkinitiativen und der Gedenkstätte Mauthausen. Die Pläne für den Gewerbepark waren Ende 2024 bekannt geworden.

Brisant ist zudem die Rolle des Bürgermeisters Andreas Ramharter: Auch seine Immobilienfirma soll in das Projekt involviert sein. Medienberichten zufolge soll Ramharter die Fläche für 15,25 Millionen Euro verkauft und durch Umwidmungen weitere 1,34 Millionen Euro erhalten haben.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

AfD und FPÖ: Wie sie sich gegenseitig zu Wahlsiegen pushen

Die FPÖ hat in Österreich Wahlen gewonnen, die AfD könnte in Sachsen-Anhalt bald erstmals ein Bundesland erobern. Die beiden Parteien profitieren dabei nicht nur von ähnlicher rechtsextremer Ideologie: Sie tauschen auch Strategien, Kontakte und Personal aus. Der profil-Podcast zeigt, wie sich AfD und FPÖ gegenseitig zum Erfolg verhelfen – und warum Österreich dabei zum politischen Vorbild für die deutsche AfD geworden ist.

https://www.profil.at/podcasts/wahl-in-sachsen-anhalt-wie-afd-und-fpoe-sich-gegenseitig-befeuern/403184321 (Öffnet in neuem Fenster)

Deutschlands Lesekrise, verständlich erklärt

Warum lesen Kinder immer schlechter? Und: Müssen sie das überhaupt noch können? Der große Text zur Lesekrise in Deutschland.

https://krautreporter.de/kinder-und-bildung/6519-deutschlands-lesekrise-verstandlich-erklart#lesen (Öffnet in neuem Fenster)

Künstler verwirrt KI-Überwachung mit Hypnose-Shirt

Ein Künstler demonstriert mit einem ungewöhnlichen Hemd, wie sich automatische Videoüberwachung austricksen lässt. Doch der technische Kniff ist nur Mittel zum Zweck: Seine eigentliche Kritik gilt einer Technologie, die zunehmend eingesetzt wird, zugleich aber invasiv und für Betroffene kaum durchschaubar ist.

https://netzpolitik.org/2026/protest-kuenstler-verwirrt-ki-ueberwachung-mit-hypnose-shirt/ (Öffnet in neuem Fenster)

Trinkt neuerdings Matcha Latte (um mitreden zu können): Markus

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