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Vier Influencer und ihr frauenfeindlicher Content

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Dolly Parton ist tot. Die Sängerin starb am Dienstag im Alter von 80 Jahren nach kurzer Erkrankung, wie ihre Familie mitteilte. Mit Hits wie “Jolene” und “I Will Always Love You” wurde sie weltweit berühmt. Parton verband Country, Pop und Hollywood – und galt als Ikone weit über politische und gesellschaftliche Lager hinweg. Fans und Künstler weltweit trauern um die Sängerin.

Falls Du heute “Jolene” noch nicht gehört hast: Hier ist der Song.

https://www.youtube.com/watch?v=Ixrje2rXLMA (Öffnet in neuem Fenster)

Themenwechsel: Die Meldung hat mich sehr überrascht. Der CIA-Direktor John Ratcliffe ist nach Moskau gereist. Das russische Präsidialamt bestätigte den Besuch und erklärte, es gehe um Kontakte zwischen den Geheimdiensten. Über konkrete Gesprächsthemen wurde zunächst nichts bekannt. Ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin habe es nicht gegeben.

Während Ratcliffes Aufenthalt blieben ukrainische Drohnenangriffe auf russisches Gebiet aus. Zuvor soll Washington Kiew über den Besuch informiert und um eine Aussetzung der Angriffe gebeten haben

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Ansonsten geht es heute um den Pakt zwischen FPÖ-Jugend und Identitären, den CIA-Chef und das Frauen häufiger Opfer von Tötungsdelikten sind.

Pakt zwischen FPÖ-Jugend und Identitären

Kanzleramtsministerin Claudia Bauer (ÖVP) will die Bundesjugendförderung für die Freiheitliche Jugend prüfen. Anlass ist ein Bericht des „Standard (Öffnet in neuem Fenster)“, wonach Geld der FPÖ-Jugendorganisation an einen Ableger der rechtsextremen Identitären geflossen sein könnte.

Der Obmann der Freiheitlichen Jugend, Maximilian Weinzierl, weist die Vorwürfe zurück. Weder an die Identitären noch an deren Umfeldorganisation „Aktion 451“ sei Geld geflossen. Der „Standard“ berichtet unter Berufung auf Insider von personellen und organisatorischen Verbindungen. Weinzierl widerspricht dem: Der Ring Freiheitlicher Jugend habe „keine Kreditkarte“.

Bauer will zudem prüfen, ob die von ihr eingeführte Antisemitismus-Klausel greifen kann. Hintergrund sind einschlägige Aussagen von Identitären, die der Bericht dokumentiert. Aus der Koalition kommt scharfe Kritik. ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl fordert FPÖ-Chef Herbert Kickl auf, Verbindungen zum rechtsextremen Milieu offenzulegen. Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) spricht von einer Gefahr für Demokratie und Sicherheit. NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos verlangt ebenfalls Aufklärung.

Die Grünen fordern Konsequenzen: Rechtsextremismussprecher Lukas Hammer verlangt Weinzierls Rücktritt. Der Verdacht stehe im Raum, dass Steuergeld genutzt werde, um rechtsextreme Kader in den Parlamentsbetrieb einzuschleusen.

SDF löst sich auf

Der SDF-Kommandant Maslum Abdi hat die Auflösung der kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) angekündigt. Im Präsidentenpalast in Damaskus erklärte er das Ende ihres Einsatzes und die Auflösung als unabhängige Streitmacht. Die Auflösung erfolgt auf Grundlage eines Abkommens, das die Kämpfer*innen im Januar nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Regierung geschlossen hatten.

Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Abdi bekanntgegeben, die kurdischen Selbstverwaltungsorgane seien nun vollständig in die staatlichen Institutionen Syriens eingegliedert worden.

Vorausgegangen war ein Abkommen mit der Regierung des Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa, dass den Kurd*innen umfassende Minderheitsrechte zusicherte. 

Seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 hatten die Kurden im Norden Syriens “Rojava” eine weitgehend autonome Selbstverwaltung aufgebaut. Die SDF spielte zudem eine zentrale Rolle beim Sieg über die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) 2019. Anfang 2026 haben die USA die Kurd*innen fallen gelassen haben - ihre verlässlichsten Partner im Kampf gegen den IS.

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Frauen häufiger Opfer von Tötungsdelikten

Seit den 1970er-Jahren ist die Zahl der Morde in Österreich deutlich gesunken, 2025 wurden laut einer aktualisierten Analyse der FH Joanneum (Öffnet in neuem Fenster) 38 Fremdtötungen registriert. 23 der Opfer waren Frauen, 15 Männer.

Über die vergangenen 20 Jahre wurden insgesamt mehr Frauen als Männer getötet. Besonders auffällig ist der Tatort: Seit 2002 starben knapp zwei Drittel der getöteten Frauen in den eigenen vier Wänden. Bei Männern war es etwa ein Drittel. Frauen über 75 sind besonders stark betroffen. Bei Kindern unter fünf Jahren hingegen werden häufiger Buben getötet.

Von einer sinkenden Gewaltbereitschaft könne dennoch keine Rede sein, betonen die Autoren. Zwar gehen die Tötungsdelikte zurück, zugleich sind die Verurteilungen wegen versuchten Mordes seit 2018 deutlich gestiegen. Fortschritte in der Notfallmedizin könnten zudem dazu beitragen, dass Angriffe seltener tödlich enden.

Insgesamt wurden zwischen 1970 und 2025 in Österreich 4335 Menschen getötet, im Schnitt 77 pro Jahr. Die Mordrate liegt inzwischen bei etwa 0,5 pro 100.000 Einwohner und damit international sehr niedrig. Von „Femiziden“ sprechen die Studienautoren ausdrücklich nicht: Dafür fehlen verlässliche Daten zur Beziehung zwischen Täter und Opfer.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Vier Influencer und ihr frauenfeindlicher Content

Vier Männer mit enormer Reichweite im deutschsprachigen Raum, Millionen Follower, ein überwiegend junges, männliches Publikum.

Was sie verbreiten, wirkt dabei wie ein Rückfall in ein Frauenbild, das längst überwunden schien. Es geht nicht um einzelne Entgleisungen, sondern um ein Muster: Influencer machen frauenfeindliche Vorstellungen wieder anschlussfähig – von der Idee der Frau als Besitz bis zur Verharmlosung von Gewalt, schreibr die Chefredaktion.

https://www.instagram.com/p/DceBIlnDvhx/?img_index=4 (Öffnet in neuem Fenster)

Wir lesen seit Jahren auf dem Bildschirm, haben aber nie gelernt, wie das geht

Mit fünf Strategien kannst du gegensteuern.

https://krautreporter.de/kinder-und-bildung/6526-wir-lesen-seit-jahren-auf-dem-bildschirm-haben-aber-nie-gelernt-wie-das-geht#lesen (Öffnet in neuem Fenster)

Streit um KI-Rechenzentrum

In Stetten, einer kleinen Gemeinde im Weinviertel, sorgt ein geplantes KI-Rechenzentrum für Streit. Auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche soll ein Großprojekt entstehen. Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich schlecht informiert. Kritik gibt es vor allem an fehlender Umweltverträglichkeitsprüfung sowie am hohen Energie- und Wasserverbrauch. Befürchtet werden zudem Folgen für Umwelt und Anrainer.

Entschieden ist allerdings noch nichts: Die Gemeinde betont, dass bisher kein Beschluss gefasst wurde und wichtige Details weiterhin offen sind, schreibt die WZ.

https://www.wienerzeitung.at/a/jetzt-streitet-auch-stetten-ueber-ein-rechenzentrum (Öffnet in neuem Fenster)

Ist über den Widerstand gegen Datencenter in Österreich überrascht: Markus

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