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AfD nimmt Nachhilfe bei der FPÖ

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig gehen Ermittler offenbar von einem größeren Anschlagsplan aus. Laut „SZ“, NDR und WDR (Öffnet in neuem Fenster) könnten mehrere Drohnen eingesetzt worden sein. Eine zweite soll mit einem DHL-Frachtflugzeug kollidiert sein, eine dritte wurde zehn Tage später auf einem Feld gefunden. Dort entdeckten Ermittler zudem mutmaßlich rund 50 Gramm des hochexplosiven Sprengstoffs Hexogen.

Der Flughafen ist ein wichtiger Umschlagplatz für Militärhilfe für die Ukraine. Wer hinter dem mutmaßlichen Anschlag steckt, ist unklar. Sicherheitskreise vermuten eine Beteiligung russischer Geheimdienste. Moskau weist dies zurück.

Jedenfalls war es ein Zeichen dafür, wie Sabotage und terroristische Angriffe im Jahr 2026 urchgeführt werden. Darauf müssen wir uns einstellen.

Ansonsten geht es heute um die AfD, Trump und die SPÖ.

AfD nimmt Nachhilfe bei der FPÖ

AfD-Chefin Alice Weidel sieht die FPÖ als Vorbild. Bei ihrem ZDF-„Sommergespräch“ (Öffnet in neuem Fenster) in Wien lobte sie die österreichische Schwesterpartei und sagte, die AfD könne von ihr lernen. Tatsächlich besucht Weidel FPÖ-Chef Herbert Kickl seit Jahren regelmäßig.

Der wichtigste Unterschied: Die FPÖ hat bereits Regierungs- und Verwaltungserfahrung, während die AfD auf Bundesebene bislang außen vor bleibt. Das könnte sich ändern: In Sachsen-Anhalt wird ein Wahlsieg der AfD erwartet.

In der politischen Radikalität allerdings dürfte die AfD der FPÖ kaum Nachhilfe benötigen. Weidel forderte unter anderem die Rückführung aller Flüchtlinge sowie einen Austritt Deutschlands aus Schengen und dem Euro. Zugleich griff sie politische Gegner in gewohnt scharfem Ton an.

In den vergangenen Monaten wurde die Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien verstärkt. FPÖ-Politiker und Mitarbeiter haben bei der AfD angeheuert.

Bei einem Strategietreffen ihrer Spitzenvertreter in Berlin im April war auch ein früherer FPÖ-Staatssekretär im österreichischen Finanzministerium dabei. Organisator Sebastian Münzenmaier sprach von „Rat und Expertise“ aus Österreich – insbesondere zu Koalitionsverhandlungen und der Führung von Ministerien, so das Handelsblatt (Öffnet in neuem Fenster).

Münzenmaier selbst reist regelmäßig nach Wien. Auch Weidels Sprecher Daniel Tapp, der früher für die FPÖ tätig war, hält den Kontakt aufrecht.

Trump-Regierung spricht neue Sanktionen und Zölle aus

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump griff gestern gleich zweimal in ihren wirtschaftspolitischen Werkzeugkasten: Zum einen gab Finanzminister Scott Bessent bekannt, man werde Iran mit neuen Sanktionen belegen – beziehungsweise alle Staaten, die mit Iran Handel treiben. Ziel der Operation „Wirtschaftlicher Verstoßener“ (Economic Outcast) sei es, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarde zu unterbinden. Bessent sprach von einem „wirtschaftlichen D-Day“, wie unter anderem die Tagesschau (Öffnet in neuem Fenster) berichtet. ntv (Öffnet in neuem Fenster) hebt allerdings hervor, es sei unklar, was genau an den neuen Sanktionen verheerend sein werde – die USA haben Iran schließlich schon seit Jahrzehnten mit Sanktionen belegt und sperren das Land vom dollarbasierten Finanzsystem aus. Teheran umging die Maßnahmen in der Vergangenheit mit Tarnfirmen und anderen Kniffen.

Zum anderen kündigte Trump neue Zölle an: Diesmal ging es wieder gegen Kanada, nachdem Verhandlungen zwischen den beiden Ländern zuletzt gescheitert waren. Konkret sollen ab dem 1. Januar 2027 höhere Abgaben für Autos, große und kleine Lastwagen, Autoteile und Stahl gelten, weiß der Spiegel (Öffnet in neuem Fenster). Trump liefert sich seit dem Wochenende einen Schlagabtausch mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney, der auf die US-Zölle „Dollar für Dollar“ antworten will. Inzwischen befürchten US-Medien wie die New York Times (Öffnet in neuem Fenster) und CNN (Öffnet in neuem Fenster) einen handfesten Handelskrieg mit dem Nachbarland, das Trump auch schon mal zum 51. Bundesstaat machen wollte. Tilman Schröter vom Tagesspiegel (Öffnet in neuem Fenster) ist der Meinung, Carney zeige, wie man mit dem Republikaner umgehen müsse: Die Umfragewerte des Kanadiers seien hervorragend, er vertrete die Interessen seines Landes „klar und offen“ – und scheine von Beginn an etwas Grundsätzliches verstanden zu haben: „Die meisten der abstrusen Dinge, die Trump sagt oder fordert, werden am Ende ohnehin nicht umgesetzt.“ (Luzia Geyer)

SPÖ-Chef Babler bleibt bei seinem Nein zu einem höheren Pensionsantrittsalter

SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler bleibt bei seinem Nein zu einem höheren Pensionsantrittsalter. Im ORF-„Sommergespräch“ (Öffnet in neuem Fenster) begründete er dies mit besseren Arbeitsbedingungen für Ältere. Statt das gesetzliche Alter anzuheben, müsse es leichter werden, bis dahin gesund im Beruf zu bleiben. Unternehmen sollten stärker dazu verpflichtet werden, ältere Beschäftigte zu halten. Als alternative Finanzierung brachte Babler erneut eine Millionärssteuer ins Spiel.

Im Gesundheitssystem will Babler die „Zweiklassenmedizin“ zurückdrängen und den Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) abschaffen. Die dadurch freiwerdenden mehr als 200 Millionen Euro sollten dem öffentlichen System zugutekommen. Einsparungen sieht er vor allem bei Verwaltung und Bürokratie, nicht bei der Versorgung.

Beim Thema Migration forderte Babler ein funktionierendes, menschenrechtskonformes System: Wer Schutz brauche, solle ihn erhalten, wer keinen Anspruch habe, müsse zurückgeführt werden.

Die schlechten Umfragewerte seiner Partei bezeichnete Babler als Problem. Ziel sei es, verlorenes Wählervertrauen zurückzugewinnen. Den Klimaschutzkompromiss der Koalition verteidigte er als einen der wichtigsten politischen Vorhaben.

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Die scheinbar willkürlichen Angriffe junger Attentäter wie in Schweden sind keine Einzelfälle

Noch ist unklar, was genau hinter dem Schulattentat vom Freitag in Schweden steckt. Das Muster des mutmaßlichen Täters allerdings ist bekannt: junge Männer, die viel Zeit in digitalen Subkulturen verbringen und für Behörden mitunter scheinbar plötzlich zu Gewalttätern werden.

Doch solche Taten sind weniger zufällig, als sie zunächst wirken. Hinter ihnen stehen radikale Weltbilder, die in bestimmten Online-Communities verbreitet werden. Extremisten unterschiedlicher ideologischer Herkunft nutzen diese Milieus, um junge, häufig orientierungslose Männer zu erreichen, zu radikalisieren und zu Gewalt anzustacheln.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen des österreichischen Verfassungsschutzes zeigt sich, wie gefährlich diese Entwicklung ist – und warum die digitale Radikalisierung längst nicht mehr als Randphänomen abgetan werden kann, schreibt Jetzt.

https://mailchi.mp/jetzt/es-sind-keine-einzelflle-die-radikale-theorie-hinter-den-scheinbar-willkrlichen-attentaten?e=afb5132a28 (Öffnet in neuem Fenster)

Sollte jede Frau in den Wechseljahren Testosteron nehmen?

Auf einmal soll das Hormon helfen, mehr Lust auf Sex zu haben, energiegeladener zu sein und gedrückte Stimmung zu vertreiben. Ich habe die Studien geprüft. Für fast alle Versprechen fehlt der Beleg.

https://krautreporter.de/psyche-und-gesundheit/6528-sollte-jede-frau-in-den-wechseljahren-testosteron-nehmen#lesen (Öffnet in neuem Fenster)

Der Trump-Effekt

Im ZDF-Podcast „Der Trump-Effekt“ analysieren zwei Journalisten und eine Journalistin die globalen Folgen der Trump-Präsidentschaft. In mittlerweile 70 Folgen verbinden sie aktuelle Entwicklungen mit viel Insiderwissen aus den USA. Kritisch, kenntnisreich und besonders dann spannend, wenn Washingtons Politik weit über die USA hinausreicht. Ich bin ein Fan.

https://www.zdf.de/talk/auslandsjournal-der-podcast-100#t=details (Öffnet in neuem Fenster)

Wartet und hofft weiterhin auf US-Wahlen im November: Markus

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