Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!
In der Türkei wurde ein Schritt in Richtung Frieden mit der kurdischen PKK gemacht. Es ist zwar nur ein kleiner Schritt, aber er festigt den Friedensprozess. Konkret hat das türkische Parlament mit großer Mehrheit ein Gesetz gebilligt, das den Friedensprozess mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK voranbringen soll, schreibt der ORF (Öffnet in neuem Fenster). Der Entwurf sieht einen Mechanismus vor, der PKK-Kämpfer*innen den Weg zurück ins zivile Leben ebnet.
Die PKK-Führung kritisiert das Gesetz als unzureichend. Empfehlungen der parlamentarischen Kommission zur Demokratisierung und zur Kurdenfrage würden nicht berücksichtigt. Zugleich macht die PKK die Freilassung ihres Gründers Abdullah Öcalans zur Bedingung. Öcalan hatte die PKK im vergangenen Jahr im Rahmen des von Ankara angestoßenen Friedensprozesses zur Waffenabgabe aufgerufen.
Trotz der Kritik stehen die Chancen für ein Ende der Gewalt gut.

Ansonsten geht es heute um Trump, einen Schlag ein Firmennetzwerk zur Umgehung von Russland-Sanktionen und das Klima.

Geheimer Abflug für Trump
Nach einem NATO-Gipfel in Ankara soll US-Präsident Donald Trump wegen einer glaubwürdigen iranischen Morddrohung heimlich aus der Türkei ausgeflogen worden sein. Das berichten Washington Post (Öffnet in neuem Fenster) und New York Times (Öffnet in neuem Fenster).
Trump bestieg zunächst vor laufenden Kameras die Air Force One. Anschließend wurde er laut Bericht mit einem Catering-Fahrzeug zu einer kleineren Militärmaschine gebracht, die ihn nach Großbritannien flog. Die mitreisenden Journalistinnen und Journalisten wussten demnach nichts von der Bedrohung und wurden angewiesen, die Fensterläden geschlossen zu halten.
In Großbritannien wechselte Trump wieder in die Präsidentenmaschine. Das Weiße Haus bestätigte den Bericht nicht direkt, erklärte aber, es gebe zahlreiche Feinde, die den Präsidenten ins Visier nähmen. Die Sicherheitsbehörden nutzten daher “jedes uns zur Verfügung stehende Mittel”, um ihn zu schützen.

Firmennetzwerk zur Umgehung von Russland-Sanktionen offengelegt
Österreichs Verfassungsschutz hat nach eigenen Angaben ein internationales Firmennetzwerk zerschlagen, über das sanktionierte Industriegüter nach Russland gelangt sein sollen. Im Zentrum steht ein Wiener Unternehmen. Werkzeugmaschinen und Spezialwerkzeuge wurden demnach über Länder wie die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und Hongkong weitergeleitet. Gefälschte Endverbleibserklärungen sollten den tatsächlichen Bestimmungsort verschleiern, so der ORF (Öffnet in neuem Fenster).
Nach Erkenntnissen der DSN (Öffnet in neuem Fenster) landeten die Güter bei Unternehmen, die dem russischen Staatskonzern ROSTEC zugeordnet werden. Sie sollen unter anderem für die Produktion von Triebwerken für Marschflugkörper und Kampfflugzeuge verwendet worden sein.
Seit 2022 seien Lieferungen im Wert von mehr als 3,3 Millionen Euro nach Russland nachgewiesen worden. Der Geschäftsführer des Wiener Unternehmens wurde bereits im Mai festgenommen. Ihm und einer Verwandten drohen wegen Sanktionsbruchs bis zu fünf Jahre Haft.

Totschnig drängt auf Klimaschutzgesetz
Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) drängt auf Fortschritte beim Klimaschutzgesetz. Das Gesetz „müsse auf den Tisch“, sagte er im Ö1-Interview (Öffnet in neuem Fenster). Nun müssten „Blockaden“ gelöst werden, damit es endlich in Begutachtung gehen könne. Innerhalb der Koalition und auch in der ÖVP ist das Vorhaben umstritten.
Angesichts der Dürre in Österreich kündigte Totschnig zudem an, sich für „außerordentliche Mittel“ für die Landwirtschaft einzusetzen. Er sprach von einer „historischen Dürrekatastrophe“.
Der Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) steht auf der Bremse, er erinnert an die angespannte budgetäre Lage. Demzufolge sehe man in Sachen Hilfspaket auch entsprechend wenig Spielraum. „Grundsätzlich kommt nur eine Unterstützung infrage, die sich im Rahmen des Budgets bewegt“, hieß es dazu auf Anfrage aus Martenbauers Büro. Eine „Koste-es-was-es-wolle-Politik“ werde es „aus guten Gründen“ nicht geben.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

"Das System Kranken-Kasse ist strukturell kaputt."
Die ehemalige Mitarbeiterin einer Krankenkasse erzählt andererseits über ihre Arbeit.
https://www.andererseits.org/das-system-kranken-kasse-ist-strukturell-kaputt/ (Öffnet in neuem Fenster)
Ich bin Ernährungsberaterin – Kalorienzählen allein bringt dir wenig
Was zählt, ist die Qualität der Kalorien, die du zu dir nimmst. Und Abnehmen ist nicht automatisch gesund.
https://krautreporter.de/sinn-und-konsum/6373-ich-bin-ernahrungsberaterin-kalorienzahlen-allein-bringt-dir-wenig?shared=b274006f-ff28-4832-8683-8fab94d864cd&utm_campaign=mailchimp-campaign-1435&utm_medium=editorial&utm_source=mailchimp.com&utm_source=Krautreporter+Newsletter&utm_campaign=d438521659-erdbeben-erschuttert-kolumbien-2026-08-11&utm_medium=email&utm_term=0_9ed711293a-d438521659-599139808#lesen (Öffnet in neuem Fenster)
So gelingt ein Blick auf die Sonnenfinsternis
Am Mittwochabend wird es in Österreich ungewöhnlich dunkel: Der Mond schiebt sich vor die Sonne und verdeckt je nach Standort 84 bis 89 Prozent ihrer Scheibe. Die partielle Sonnenfinsternis beginnt gegen 19.20 Uhr, ihren Höhepunkt erreicht sie mit dem Sonnenuntergang um etwa 20.15 Uhr.
Wer das Ereignis beobachten will, braucht eine geprüfte Sonnenfinsternisbrille. Ein direkter Blick in die Sonne kann die Augen dauerhaft schädigen – auch bei weitgehend bedeckter Sonne. Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz.
Auch Teleskope dürfen nur mit geeigneten Sonnenfiltern verwendet werden. Alternativ überträgt die Europäische Weltraumorganisation (ESA) (Öffnet in neuem Fenster)die Sonnenfinsternis aus dem Observatorio Astrofísico de Javalambre in Teruel in Spanien.
Das Forum Mobilkommunikation hat eine Anleitung veröffentlicht, wie das Naturereignis am besten fotografisch festgehalten werden kann. Spoiler: Für gelungene Aufnahmen mit dem Smartphone ist ein Solarfilter unverzichtbar
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260810_OTS0028/fmk-so-gelingen-die-besten-smartphone-schnappschuesse-der-partiellen-sonnenfinsternis (Öffnet in neuem Fenster)Hat gestern einen Artikel für den Standard (Öffnet in neuem Fenster) geschrieben, der ein Gesprächsthema wurde: Markus

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