Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
Wer hat den für ukrainische Drohnen entscheidenden Satellitendienst Starshield eingeschränkt? Zwei US-Medien zeigen auf Elon Musk. Der SpaceX-Gründer hatte zuvor das Weiße Haus verantwortlich gemacht. Dort weist man jede Beteiligung zurück, . (Öffnet in neuem Fenster) Unabhängig davon, wer letztlich entschieden hat, bleibt eine beunruhigende Erkenntnis: Ein Privatunternehmer verfügt inzwischen über eine Macht, die unmittelbar den Verlauf eines Krieges beeinflussen kann. Dass ein Einzelner solche Hebel in der Hand hält, ist höchst problematisch.
Heute hat Alice Schwarzer das Aus ihrer Zeitschrift “Emma” angekündigt Vor knapp 50 Jahren erschien die erste Ausgabe. Wirtschaftliche Gründe stecken angeblich nicht dahinter, schreibt der Spiegel (Öffnet in neuem Fenster).
Der Verfassungsschutz-Agent Egisto Ott ist ja sowas wie ein Stammgast in diesem Newsletter. Gestern ist er mit seiner Klage gegen „profil“-Chefredakteurin Anna Thalhammer (vorerst) gescheitert. Er sah in ihrem „Jup“-Kommentar zu einem Tweet des Investigativjournalisten Christo Grozev üble Nachrede und eine Verletzung der Unschuldsvermutung. Thalhammer hatte 2025 Beiträge des bulgarischen Investigativjournalisten Christo Grozev geteilt, der Ott mit einem mutmaßlichen Agentennetzwerk in Verbindung gebracht hatte. Unter einen der Tweets setzte sie lediglich: „Jup.“ Ott sah dadurch seine Menschenwürde und die Unschuldsvermutung verletzt.
Die Richterin erkannte keine Rechtsverletzung: Thalhammer habe ihren Unmut über Otts öffentliche Inszenierung ausgedrückt. Otts Anwältin legte Berufung ein. Es gilt für Herrn Ott die Unschuldvermutung.
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Ansonsten geht es heute um die Erderwärmung, Trump setzt Selenskyj unter Druck und Gesundheit.

2,8 Grad: Klimaziele „gefährlich weit“ entfernt
Die Weltgemeinschaft hat ein Ziel, Verträge und Konferenzen. Was ihr fehlt, ist offenbar der Wille, die Sache ernst zu nehmen. Nach einer Prognose des UNO-Umweltprogramms UNEP steuert die Erde bei der derzeitigen Klimapolitik bis zum Jahr 2100 auf eine Erwärmung von 2,8 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu, schreibt der ORF (Öffnet in neuem Fenster).
Jedes Zehntelgrad mehr bedeutet ein höheres Risiko für tödliche Hitzewellen, Überschwemmungen und Waldbrände. Die Katastrophen sind längst keine düsteren Zukunftsvisionen mehr. Sie sind Gegenwart.
Selbst wenn sämtliche Staaten ihre angekündigten Klimaschutzmaßnahmen tatsächlich umsetzen, wären noch immer 2,6 Grad Erwärmung zu erwarten. Im Vorjahr lag diese Prognose bei 2,5 Grad. Der Fortschritt macht also Pause, während das Thermometer weiter steigt.
Das 1,5-Grad-Ziel, einst als Grenze zur Abwendung der schlimmsten Klimafolgen beschworen, rückt damit in immer weitere Ferne. Die Politik verspricht, die Physik liefert die Rechnung. Und die kennt bekanntlich weder Wahltermine noch diplomatische Ausreden.

Trump setzt Selenskyj unter Druck
Kurz vor den Zwischenwahlen in den USA dreht Präsident Donald Trump rhetorisch wieder die Temperatur gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hoch. Gerade erst hatten Trumps Dieselkäufe von Kremlchef Wladimir Putin und die Aussetzung von Sanktionen gegen Moskau für Schlagzeilen gesorgt, gestern forderte der Republikaner von Selenskyj dann wie schon häufig zuvor einen „Deal“ mit Russland. „Wir haben der Ukraine viel gegeben. Zurückbekommen haben wir absolut nichts – außer Ärger, Tod und enorme finanzielle Verluste“, zitiert die AP den US-Präsidenten (via RND (Öffnet in neuem Fenster)-Liveblog). Außerdem zeigte er sich offen für einen Gipfel mit Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping, „um über Atomwaffen und nukleare Abrüstung zu sprechen“, und auch über die Ukraine, wie ntv (Öffnet in neuem Fenster) berichtet. Die F.A.Z. (Öffnet in neuem Fenster) nennt ihn einen „Großmächte-Gipfel“, bei dem die Rückkehr imperialer Politik drohe.
Selenskyj fordert, auch an dem Gipfel teilnehmen zu dürfen. Er selbst war gestern in Oslo bei einem spontan einberufenen Treffen mit europäischen Spitzenpolitikern und US-Unterhändler Steve Witkoff, der im Anschluss nach Russland weiterreiste (Öffnet in neuem Fenster). Über die Zusammenkunft in der norwegischen Hauptstadt berichtet die taz (Öffnet in neuem Fenster). Der Tagesspiegel (Öffnet in neuem Fenster) berichtet unter Berufung auf die New York Times, dass Witkoff dem ukrainischen Präsidenten dort offenbar wirtschaftliche Vorteile für Gebietsverzicht angeboten habe.
Selenskyj befindet sich also weiterhin in der undankbaren Lage, auf die Unterstützung eines US-Präsidenten angewiesen zu sein, der ihn aus dem Amt haben will und den russischen Angriffskrieg vor allem als lästigen Kostenfaktor betrachtet. „Trump könnte bald an Putins Seite stehen“, kommentiert Gesine Dornblüth im Deutschlandfunk (Öffnet in neuem Fenster). Europa solle sich darauf einstellen, dass der US-Präsident „offen in das Lager der antiwestlichen Diktatoren wechselt“. Hubert Wetzel befindet in der Süddeutschen Zeitung (Öffnet in neuem Fenster) (Paywall): „Trump sind die Ukraine und Europas Sicherheit egal.“ Und Kristina Kunz warnt im RND (Öffnet in neuem Fenster), Wegschauen sei fahrlässig: Der Umgang Trumps mit der Ukraine sei nur ein „brutales Beispiel dafür, dass er sich für Geld und Status interessiert, nicht aber für Menschen oder Menschenrechte oder das Völkerrecht. Das kann jeden treffen“

Junge Menschen fühlen sich kränker
Österreichs Bevölkerung blickt kritischer auf die eigene Gesundheit. Zwar bewerten fast drei Viertel ihren Zustand als gut oder sehr gut, doch die Lebensqualität sinkt – besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das zeigt die Gesundheitsbefragung 2025 der Statistik Austria (Öffnet in neuem Fenster), für die 16.446 Menschen ab 15 Jahren befragt wurden.
Besonders deutlich ist der Anstieg depressiver Symptome. Bei den 15- bis 44-Jährigen stieg der Anteil der Betroffenen von gut vier Prozent im Jahr 2019 auf mehr als zehn Prozent 2025. Insgesamt nahm der Anteil der Menschen mit depressiver Symptomatik von knapp sechs auf über neun Prozent zu. Besonders belastet sind junge Frauen zwischen 15 und 29 Jahren.
Auch chronische Leiden prägen den Alltag: Rund 40 Prozent der Bevölkerung, etwa 3,2 Millionen Menschen, leben mit einer dauerhaften Erkrankung oder einem anhaltenden Gesundheitsproblem. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ab 15 Jahren ist zudem übergewichtig, rund 18 Prozent sind adipös.
Die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem bleibt zwar hoch, hat sich gegenüber 2019 aber verschlechtert. Nur noch 44 Prozent bewerten die medizinische Versorgung als hervorragend oder sehr gut. Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer Bevölkerung, die sich mehrheitlich gesund fühlt, zugleich aber wachsende körperliche und psychische Belastungen erlebt.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

"Dossier"-Recherche über Einfluss von Gerald Grosz auf Inhalte der "Oe24"-Redaktion
Er veranlasst Artikel und verspricht Reichweite: DOSSIER liegen interne Chats vor, die zeigen, wie der Rechts-außen-Kommentator Gerald Grosz Einfluss auf die “oe24.at (Öffnet in neuem Fenster)”-Redaktion nimmt. Der STANDARD hat dazu bei Grosz nachgefragt (Öffnet in neuem Fenster).
https://www.dossier.at/dossiers/der-fall-fellner/die-1000-afghanen-bist-mir-noch-schuldig/ (Öffnet in neuem Fenster)
Ich kann mir nichts bildlich vorstellen – nicht mal meinen verstorbenen Vater
Wenn ich lese, sehe ich nichts. Wenn ich versuche, mich zu erinnern, habe ich kein Bild im Kopf. Lange dachte ich, es geht allen so.
https://krautreporter.de/psyche-und-gesundheit/6574-ich-kann-mir-nichts-bildlich-vorstellen-nicht-mal-meinen-verstorbenen-vater#lesen (Öffnet in neuem Fenster)AfD-Mails gehackt: Der große Datenaustausch
Die AfD ist offenbar Ziel eines Hackerangriffs geworden. Wie unter anderem die Zeit (Öffnet in neuem Fenster) berichtet, verschafften sich Unbekannte Zugang zu den Mail-Postfächern verschiedener AfD-Politiker und veröffentlichten Nachrichten online. Im Internet kursiert ein Link zu einer Website, auf der die Daten einzusehen sind. Die Echtheit der Daten muss zwar noch verifiziert werden, viel spricht aber dafür.
Nach Informationen der taz (Öffnet in neuem Fenster) wurden Parteimitglieder schon vor einigen Wochen vor einer Phishing-Mail gewarnt. Unter den veröffentlichten Daten befinden sich etwa ein internes „Dossier“ über problematische Äußerungen eines AfD-Bundestagsabgeordneten; in einer der Mails ging es um den „Verkauf von Hakenkreuzfahnen und Drogen am Infostand in Bottrop durch Kreisvorstandsmitglied – Maßnahmen erforderlich“.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-10/hackerangriff-afd-hosting-dienstleister-e-mails-datenleck-gxe?utm_source=Krautreporter+Newsletter&utm_campaign=a9ed033b94-trump-setzt-selenskyj-unter-druck-2026-10-21&utm_medium=email&utm_term=0_9ed711293a-a9ed033b94-599139808 (Öffnet in neuem Fenster)Liest gerade Mails: Markus