Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
Bei manchen Lebensmitteln geht der Preis endlich wieder nach unten. Laut Wiener Arbeiterkammer kosteten 40 Grundnahrungsmittel im September 74 Euro – acht Euro weniger als vor einem Jahr. Teebutter und Penne wurden deutlich günstiger, auch dank der seit Juli gesenkten Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.
Essig und Erdäpfel wurden teurer, Markenprodukte kosten im Schnitt sogar 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Und wer im Supermarkt statt beim Diskonter einkauft, zahlt durchschnittlich elf Prozent drauf.
Keine schlechte Nachrichten gibt es aus Ungarn. Das Parlament hat zentrale Teile des umstrittenen LGBTQ-Gesetzes der Regierung Viktor Orbán zurückgenommen. So wurden sbsurden Stellen aus dem „Kinderschutzgesetz“ gestrichen, welche die „Förderung“ und die „Darstellung“ von Homosexualität etwa in Filmen und im Fernsehen für Minderjährige untersagt hatten.
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Ansonsten geht es heute um den Nord-Stream-Prozess, Papst Leo XIV. und Wirtschaft.

Nord-Stream-Prozess mit politischer Sprengkraft
Vor dem Oberlandesgericht Hamburg beginnt der Prozess gegen den Ukrainer Serhij K. wegen des Anschlags auf die Gaspipelines „Nord Stream“. Die deutsche Bundesanwaltschaft wirft dem ehemaligen ukrainischen Armeeoffizier vor, an der Sabotage im September 2022 beteiligt gewesen zu sein. Der Prozess könnte auch politisch brisant werden: Die Ermittler gehen davon aus, dass die Aktion im Auftrag staatlicher Stellen geplant wurde. Kiew weist eine Beteiligung zurück.
Am 26. September 2022 beschädigten Explosionen die Pipelines in der Ostsee schwer. Laut Anklage sollte die Sabotage russische Energieexporte nach Westeuropa dauerhaft unterbinden und Moskaus Einnahmen im Krieg gegen die Ukraine schmälern.
K. soll mit weiteren Beteiligten Sprengsätze an den Leitungen angebracht haben. Er wurde im August 2025 während eines Urlaubs in Italien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Ein weiterer Verdächtiger wurde in Kroatien gefasst; Polen verweigerte hingegen die Auslieferung eines anderen Beschuldigten.
Medienberichten zufolge könnten ehemalige ukrainische Militär- und Geheimdienstvertreter in die Planung involviert gewesen sein. Die Betroffenen bestreiten dies. Unklar ist auch, ob Präsident Wolodymyr Selenskyj informiert war.
K.s Verteidigung sieht keinen belastbaren Beweis für eine Beteiligung ihres Mandanten. Das Verfahren ist bis Februar 2027 angesetzt.
Das ZDF hat eine aktuelle Doku (Öffnet in neuem Fenster) über die Sprenung und die mutmaßlichen Täter*innen veröffentlicht.

Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs
Vergangenes Jahr im Mai wurde Papst Leo XIV. in sein Amt eingeführt; er ist das erste US-amerikanische und peruanische Oberhaupt der weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken. Gestern dann die Nachricht: Der 71-Jährige ist an Lungenkrebs erkrankt. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO (Öffnet in neuem Fenster) ist Lungenkrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebsart und führt auch zu den meisten Krebstoten. 2022 gab es der Organisation zufolge 2,5 Millionen Neuerkrankungen und 1,8 Millionen Todesfälle.
In einer rund dreistündigen Operation wurde dem Papst der untere Lappen der rechten Lunge entfernt, berichtet unter anderem der Spiegel (Öffnet in neuem Fenster). Eine Untersuchung habe ergeben, dass es sich bei dem entfernten Knoten um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom handelte, hieß es demnach von Mediziner:innen der Gemelli-Klinik im italienischen Rom. Päpste haben in dem Krankenhaus einen eigenen Bereich, weiß das RND (Öffnet in neuem Fenster). Leo soll sich dort rund eine Woche erholen und alle Audienzen bis Mitte nächster Woche wurden abgesagt. Aktuell ist unklar, ob er eine für November geplante Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru antreten kann: Dort würde auch ein Besuch der Stadt Cusco anstehen, und die liegt in mehr als 3.000 Metern Höhe. Hintergründe liefern die Tagesschau (Öffnet in neuem Fenster) und ZDFheute (Öffnet in neuem Fenster). (Luzia Geier)

Wirtschaft wächst trotz Energiepreisschock
Österreichs Wirtschaft dürfte 2026 trotz steigender Energiepreise leicht wachsen, meldet der ORF (Öffnet in neuem Fenster). WIFO und IHS halten an ihren BIP-Prognosen von 0,9 beziehungsweise 0,8 Prozent fest. Zugleich rechnen beide Institute mit höherer Inflation als bisher erwartet.
Grund dafür ist der Iran-Krieg: Die Blockade der Straße von Hormus treibt die Preise für Öl, Gas und Strom nach oben. Das WIFO erwartet heuer eine Teuerungsrate von 3,3 Prozent, das IHS von 3,1 Prozent. Für 2027 wurden die Inflationsprognosen ebenfalls angehoben.
Beim Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr ist das WIFO optimistischer und rechnet mit 1,3 Prozent. Das IHS erwartet weiterhin ein Plus von einem Prozent. Die Inflation dürfte damit deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank bleiben.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Verdorrt
Nach der Rekorddürre des Sommers 2026 stehen viele Bauern und Bäuerinnen vor den Trümmern ihres Erwerbsmodells. Wie sehen die Betroffenen die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft? Ein Datum-Lokalaugenschein.

Ich war total verschuldet. Hier ist der Text, den ich gebraucht hätte.
Zum Beispiel weiß ich jetzt: Der lauteste Gläubiger ist nicht der Erste, der dein Geld bekommen sollte.
https://krautreporter.de/geld-und-wirtschaft/6572-ich-war-total-verschuldet-hier-ist-der-text-den-ich-gebraucht-hatte#lesen (Öffnet in neuem Fenster)
Fun Facts “Arierknochen”
Das Nachrichtenformat Fun Facts (Öffnet in neuem Fenster) ist nun auch in Österreich angekommen. Das Konzept: Nachrichten und Fakten mit Humor und prominenten Gesichtern verbinden, um vor allem in sozialen Medien ein größeres Publikum zu erreichen. So erzählt “Toxische Pommes” über die Identitären und ihre “Arierknochen”.
Gerade melde die Ticker, dass Signa-Gründer Rene Benko eine Fußfessel erhält. Ein entsprechender Antrag auf Überstellung in den elektronisch überwachten Hausarrest wurde Mittwochvormittag bei einer Haftprüfungsverhandlung am Innsbrucker Landesgericht bewilligt.
Markus