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Es gibt sie: gute Nachrichten fürs Klima

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Es gibt sie noch – die guten Nachrichten. Ein neuer Bericht von Forscher*innen der Universität Exeter zeigt, dass das Umschwenken auf saubere Energien eine ganze Reihe an positiven Folgen für die Menschheit haben könnte. Die als positive Kipp-Punkte bezeichneten Entwicklungen stellen ein Gegenkonzept zu den dramatischen Klima- und Umwelt-Kipp-Punkten dar, die uns bevorstehen.

Ein globaler Shift zu erneuerbaren Energien würde etwa den Ausbau von Elektromobilität, Wärmepumpen und grüner Industrie beschleunigen. Nebeneffekte wären weniger Luftverschmutzung und sinkende Kosten für Endverbraucher*innen. Bereits der Shift in einem Sektor begünstigt den Umbau weiterer Sektoren. Bereits jetzt haben sich in vereinzelten Energiemärkten Solar- und Windkraft durchgesetzt. Mehr Informationen liefert der Guardian (Öffnet in neuem Fenster).

Außerdem geht es heute um 25 Jahre 9/11, um den Anstieg rechtsextremer Straftaten und eine UVP-Prüfung für ein niederösterreichisches Rechenzentrum.

USA gedenken der Opfer des 11. September 2001

Wo warst du am 11. September 2001? Diese Frage können viele, die damals alt genug waren, mit ziemlicher Genauigkeit beantworten. Vor 25 Jahren steuerten islamistische Attentäter zwei entführte Passagierflugzeuge in die Türme des New Yorker World Trade Centers, ein drittes krachte ins Pentagon, ein viertes stürzte über einem Feld im Bundesstaat Pennsylvania ab. Vermutlich hätte diese Maschine ebenfalls ein Ziel in der US-Hauptstadt Washington treffen sollen.

2.977 Menschen kamen an diesem Tag ums Leben. In den Kriegen, die auf den 11. September folgten, wurden geschätzt rund eine Million Menschen getötet. Und die Anschläge fordern bis heute Opfer: Mehr als 9.400 Menschen sind inzwischen an den Folgen des hochgiftigen Staubs gestorben, den sie am Ground Zero einatmeten, weil sie zum Beispiel als Ersthelfer*innen vor Ort waren.

Der Standard (Öffnet in neuem Fenster) begleitet den heutigen Tag mit einem historischen Liveticker. Anlässlich des 25. Jahrestages veröffentlichte die Stadtverwaltung von Bürgermeister Zohran Mamdani etliche Akten von damals. Daraus geht hervor, dass die zuständigen Behörden offenbar über die giftige New Yorker Luft Bescheid wussten – aber öffentlich versicherten, es sei sicher, sie einzuatmen. Die New York Times (Öffnet in neuem Fenster) liefert dazu eine ausführliche Reportage.

Wie jedes Jahr findet heute in Manhattan eine Gedenkveranstaltung statt. Mit dabei sind unter anderem die ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden, Barack Obama, Bill Clinton und George W. Bush. Der amtierende US-Präsident Donald Trump (selbst ein New Yorker) nimmt allerdings nicht teil und zieht ein Event im Pentagon vor – Insidern zufolge (Öffnet in neuem Fenster), weil er nicht in New York sprechen darf. Traditionell wird bei der Zeremonie von politischen Reden abgesehen.

Unterdessen stören sich manche an der Teilnahme von Mamdani (Öffnet in neuem Fenster) – er ist der erste muslimische Bürgermeister der Metropole. Die taz (Öffnet in neuem Fenster) erklärt, wie massiv die Islamophobie infolge der Anschläge zunahm und wie muslimische Menschen trotzdem ihren Weg in den politischen Mainstream fanden. Die F.A.Z. (Öffnet in neuem Fenster) hat anlässlich des Jahrestags die Bilder des Fotografen Helmut Fricke von damals neu aufgelegt. Und die Tagesschau (Öffnet in neuem Fenster) befasst sich näher mit dem gewaltigen Überwachungsapparat, den die US-Regierung nach den Anschlägen aufbaute. (Luzia Geier)

Anstieg von rechtsextremen Straftaten im 1. Halbjahr 2026

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres kam es zu einem Anstieg rechtsextremer Straftaten um fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie in den letzten Jahren stieg die Anzahl damit auch in diesem Halbjahr an.

Grafik zu der Entwicklung rechtsextremer Straftaten
Eigene Darstellung der rechtsextremen Straftaten in den ersten Halbjahren.

Die SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz stellt jedes Jahr eine parlamentarische Anfrage ans Innenministerium zu den aktuellen Zahlen der rechtsextremen Tathandlungen. Im Jahresvergleich wird ein deutlicher Anstieg sichtbar.

Es gab zudem einen deutlichen Anstieg der Anzeigen nach dem Verbotsgesetz, wie der ORF (Öffnet in neuem Fenster) berichtet. Schatz fordert, dass der Nationale Aktionsplan gegen Rechtsextremismus schnell umgesetzt werden müsse. Der Nationale Aktionsplan soll im Winter fertiggestellt werden.

UVP-Prüfung für niederösterreichisches Rechenzentrum fix

Die Debatte rund um den Bau neuer Rechenzentren in Österreich reißt nicht ab. Zumindest im Fall eines geplanten Mega-Rechenzentrums im niederösterreichischen Leopoldsdorf können sich Gegner*innen erstmal freuen. Denn das Rechenzentrum des US-Konzerns CloudHQ muss durch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Das hat ein Feststellungsverfahren des Landes ergeben, das der Konzern selbst beantragt hatte. 

Das umstrittene Rechenzentrum im oberösterreichischen Kronstorf etwa musste nie so ein UVP-Verfahren durchlaufen, was zu großer Kritik führte. In Niederösterreich gab es Anfang des Jahres eine Verschärfung des Raumordnungsgesetzes in Bezug auf Rechenzentren. Seitdem sei die Anzahl an geplanten Rechenzentren stark zurückgegangen, heißt es im Bericht von ORF Niederösterreich (Öffnet in neuem Fenster). Die Umweltschutzorganisation WWF fordert angesichts der verschiedenen Vorgangsweisen bundesweit einheitliche Regeln.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Warum alle Männer etwas mit dem Femizid in Marchtrenk zu tun haben

Wie das Amen im Gebet, rufen Männer nach schrecklichen Taten anderer Männer: „Nicht alle Männer sind so.“ Ja eh, aber trotzdem haben wir alle etwas damit zu tun. Was genau, erklärt Sebastian Panny in einem lesenswerten Meinungsbeitrag im Moment Magazin.  

https://www.moment.at/story/marchtrenk-femizid-alle-maenner/ (Öffnet in neuem Fenster)

Wie der Klimawandel den deutschen Apfel verändert

Äpfel sind das Lieblingsobst der Deutschen – noch.

https://krautreporter.de/klimakrise-und-losungen/6542-wie-der-klimawandel-den-deutschen-apfel-verandert (Öffnet in neuem Fenster)

Ein Licht im Wald

Am Wochenende empfehle ich einen Ausflug nach Hidden Hollow. Das von dichten Wäldern umgebene Dorf hat sich der US-Musiker Ben Cooper ausgedacht – und gemeinsam mit der Brooklyner Digitalagentur Rogue Studio ein wunderschönes Projekt auf die Beine gestellt: „A Light in the Woods“ ist ein digital und interaktiv erzähltes Märchen inklusive Soundtrack. Man kann sich die in sechs „Bücher“ unterteilte Geschichte im Video erzählen lassen (Öffnet in neuem Fenster), oder selbst in Hidden Hollow herumlaufen (Öffnet in neuem Fenster) wie in einem klassischen Point-and-Click-Adventure, Rätsel lösen und neue Figuren und Orte kennenlernen. Protagonist ist der junge Vagus, der sein Dorf und seine Bewohner*innen eigentlich sehr lieb hat, aber auch viele Fragen und das Bedürfnis hat, die Welt außerhalb von Hidden Hollow kennenzulernen. Seine beste Freundin ist ein Marienkäfer namens Priscilla, die ihm schließlich ans Herz legt, den „Großen Baum“ um Rat zu bitten. (Luzia Geier)

Wünscht ein schönes Wochenende:

Emil

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