Zum Hauptinhalt springen

Cyberangriff auf französische Supermarkt-Kühlschränke: Hunderte Waren verdorben

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

In Deutschland gab es wieder einen unerhörten Angriff auf die Pressefreiheit. Im Fall Christina Block (Öffnet in neuem Fenster) haben Hamburger Ermittler die Herausgabe von Interviewaufnahmen der ZEIT durchgesetzt und mit einer Durchsuchung der Redaktion gedroht. Die Zeitung übergab das Material versiegelt und legte Beschwerde ein. Die Chefredakteure sprechen von einem Angriff auf die Pressefreiheit. Die ZEIT ist in dem Verfahren nicht beschuldigt. Im Kern geht es um den Quellenschutz – ein Grundpfeiler unabhängiger Recherche.

Nach der vorübergehenden Festnahme zweier ukrainischer Journalisten in Wien gibt es weitere offene Fragen. Allerdings meldete sich Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) zu Wort. Er verteidigte das Vorgehen der Polizei, bei dem ein Journalist verletzt wurde.  „Festnahmen sind nie ein einfaches Szenario. Aber ich gehen davon aus und ich habe keinen Grund zu zweifeln, dass auch in diesem Fall die Polizei nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit eingeschritten ist und die Festnahmen durchgeführt hat“, sagte Karner im Ö1-Mittagsjournal.

Ansonsten geht es heute um Elon Musk, Smarte Brillen in Schulen und die Justiz.

Musk spendet Republikanern $ 276 Millionen

Elon Musk greift tief in die Tasche, um den Republikanern von US-Präsident Donald Trump bei den Zwischenwahlen am 3. November zu helfen. Seit Anfang Juli soll der Tech-Milliardär mehr als 276 Millionen Dollar in den Wahlkampf investiert haben. Das berichtete die New York Times unter Berufung auf bislang unveröffentlichte Spendenzahlen.

Allein 158 Millionen Dollar flossen demnach an den Senate Leadership Fund, der republikanische Kandidaten für den Senat unterstützt. Weitere 76 Millionen Dollar spendete Musk an seinen Super-PAC „America PAC“. Die Organisation soll gezielt Wähler mobilisieren und ist in mehreren umkämpften Senats- und Kongressrennen aktiv.

Für die Republikaner kommt die Finanzspritze zur rechten Zeit. Umfragen deuten darauf hin, dass sie ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren könnten. Auch im Senat wird der Vorsprung zunehmend unsicher. Eine Niederlage in beiden Kammern wäre für Trump ein empfindlicher politischer Rückschlag.

Musk hat seine Wahlkampfausgaben damit deutlich gesteigert. Schon 2024 unterstützte er Trump mit hunderten Millionen Dollar. Nach einem Zerwürfnis näherten sich die beiden zuletzt wieder an. Nun könnte Musks Geld im Wahlkampf erneut entscheidend werden – auch wenn es schlechte Umfragewerte allein nicht aus der Welt schafft.

Wiener Schüler wegen Smartbrille verwiesen – Ministerium prüft Verbot

Ein Wiener Schüler wurde wegen seiner Smartbrille von der Schule verwiesen – das Bundesverwaltungsgericht hob den Ausschluss auf. Nun prüft Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) ein grundsätzliches Verbot solcher Geräte an Schulen, berichte der STANDARD (Öffnet in neuem Fenster).

Der Schüler hatte trotz Verbots eine Datenbrille von Meta getragen, die Kamera, Mikrofon und Spracherkennung besitzt. Lehrkräfte und Mitschüler fühlten sich überwacht. Konkrete Beweise für unzulässige Aufnahmen konnte die Schule jedoch nicht vorlegen. Das Gericht sah deshalb kein Fehlverhalten, das den Schulausschluss rechtfertigte.

Das Bildungsministerium will die Entscheidung nicht hinnehmen: Ohne Mitwirkung des Schülers lasse sich kaum feststellen, ob rechtswidrige Aufnahmen entstehen. Die Bildungsdirektion hat Revision erhoben. Zugleich prüft das Ministerium rechtliche und technische Möglichkeiten für ein Smartbrillen-Verbot. Auch mögliche Schummelversuche mit vernetzten Brillen und versteckten Kopfhörern sollen künftig wirksamer unterbunden werden.

Justiz protestiert gegen Personalmangel

Österreichs Justiz schlägt Alarm: Hunderte Richter*innen und Staatsanwält*innen fehlen, die Arbeitsbelastung steigt. In mehreren Bundesländern protestieren Justizbedienstete am Dienstag und Mittwoch, zahlreiche Verhandlungen fallen aus.

Bundesweit sind mehr als 250 Richterstellen unbesetzt, allein in Wien fehlen bis zu 55 Richter*innen. In Tirol beträgt der Personalmangel laut Richtervereinigung rund 20 Prozent. In Niederösterreich arbeitet das Bezirksgericht Schwechat nach eigenen Angaben mit einer Auslastung von knapp 180 Prozent.

Auch die Justizwache fordert zusätzliches Personal. In den Gefängnissen seien die Überstunden auf Rekordniveau. Die Beschäftigten warnen, dass die Überlastung Verfahren weiter verzögern und die Funktionsfähigkeit der Justiz gefährden könnte. Sollten konkrete Zusagen ausbleiben, sind weitere Proteste möglich.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Besonders „männlich“, aber tot

Jugendliche springen von Brücken, surfen auf Zugdächern, klettern Strommasten hoch und bringen sich in Lebensgefahr. Warum tun sie das? Eine WZ-Recherche.

https://www.wienerzeitung.at/a/besonders-maennlich-aber-tot (Öffnet in neuem Fenster)

Mütter sind heute einsamer denn je – warum?

Sobald der erste Hype um das Kind abgeflaut ist, kehren alle in ihre Routinen zurück. Nur die Mutter nicht. Die Soziologin Sabine Diabaté erklärt, was Müttern hilft.

https://krautreporter.de/geschlecht-und-gerechtigkeit/6573-mutter-sind-heute-einsamer-denn-je-warum#lesen (Öffnet in neuem Fenster)

Cyberangriff auf französische Supermarkt-Kühlschränke: Hunderte Waren verdorben

Unbekannte Angreifer*innen  haben die Kühl- und Gefriersysteme französischer Supermärkte außer Betrieb gesetzt. Auch ein niederländischer Betreiber meldet Probleme.

https://www.heise.de/news/Cyberangriff-auf-franzoesische-Supermarkt-Kuehlschraenke-Hunderte-Waren-verdorben-11485129.html (Öffnet in neuem Fenster)

Schaut sich gerade an, welche Aktien Trump so kauft und verkauft:

Markus

verm: Wenn dir dieser Newsletter gefällt und du uns unterstützen möchtest, kannst du das in nur zehn Sekunden tun. Empfiehl tag eins (Öffnet in neuem Fenster) deinen Freund*innen und Bekannten weiter, das hilft uns sehr. Danke!

0 Kommentare

Möchtest du den ersten Kommentar schreiben?
Werde Mitglied von tag eins und starte die Unterhaltung.
Mitglied werden